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Geld verdienen mit Web 2.0 

München, 6.10.2006: 

Web 2.0 steht für Internet-Plattformen, bei denen die Nutzer selbst Inhalte schaffen ("user-generated content"). Sog. soziale Netzwerke (Social Web, Communities) vereinen Tausende oder Millionen von Menschen, die sich im Web präsentieren und mit anderen Menschen in Kontakt treten und Meinungen, Infos, Bilder, Photos oder Videos austauschen.

Öfters wird die Frage gestellt, wie Web 2.0 kommerziell in ein Business Modell passt. Hier ein paar Antworten:

  • Das Netzwerk, die Community wird als Werbeplattform genutzt. Viele Communities, aber auch zunehmend Weblogs sind auf dieses Business Modell mit Werbeeinblendungen aufgesprungen. Der Reiz besteht darin, dass man in solchen Netzwerken auf relativ scharf umrissene Zielgruppen trifft. Diesen "Wert" schätzen Werbetreibende hoch ein.

  • Das kostenlose Basisangebot, also die kostenlose Teilnahme an einer Community wird ergänzt um kostenpflichtige Premium-Services für Mitglieder. Beispiele dafür findet man bei Business-Netzwerken oder Dating-Clubs. Premium-Mitglieder können dann z.B. mehr Informationen abrufen oder Kontakte knüpfen. 

  • "User-Generated Content" wird kommerziell vermarktet. Plattformbetreiber (Agenturen, Verlage) lassen sich die Vermarktungsrechte z.B. an einem Photo oder Video übertragen und bieten die Inhalte anderen Medien an oder veröffentlichen die Inhalte in den eigenen Medien, z.B. der Print-Ausgabe.

  • Verkauf von Nutzerdemographien und statistische Auswertungen von anonymisierten Nutzerprofilen. Dies wird von vielen Plattformbetreibern praktiziert und ist möglich, wenn entsprechende Rechtsvorschriften eingehalten werden. Abnehmer sind Werbeagenturen und Werbetreibende, die so ein zielgruppengenaues "Targeting" ihrer Werbung erreichen wollen.

  • Das indirekte Modell, d.h. andere Geschäfte über die Community transportieren. Hersteller von Konsumgütern beispielsweise treten im Web als Sponsor von Diskussionsforen auf, versenden Kochrezepte oder andere nützliche Newsletter, veranstalten Video- und Autorenwettbewerbe, bieten Music-Downloads etc. Solche Aktionen transportieren auch den Hersteller weiter und eröffnen ihm Marktzugänge und liefern E-Mail-Adressen.

  • Die gegenseitige Hilfestellung innerhalb der Community ergänzt den eigenen Support. Ein Beispiel aus der Softwareindustrie: ein Anbieter einer Finanzsoftware hat ein eigenes Support-Portal im Internet eingerichtet, und inzwischen werden beinahe zwei Drittel aller Anfragen dort von den Mitgliedern selbst, also anderen Kunden, beantwortet.

Web 2.0 kann also auch für viele klassische Anbieter von Produkten und Diensten und auch für IT-Anbieter relevant sein.


Kontakt: 
sinn-consulting, Dieter K. Sinn 
Knorrstr. 11, 80807 München  
Tel. 089-3590195, Fax 089-3590612
Internet: www.sinn-consulting.de   
E-Mail: info@sinn-consulting.de


 

 

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