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"Software as a Service" - woran fehlt es? 

München, 29.9.2006: 

Was bisher geschah

Ende der 90-iger Jahre entstand das Thema ASP, Application Service Providing, ein neues Betriebsmodell für Software: Miete und zentraler Betrieb statt lokaler Installation und Kauf von Lizenzen. Dieses Modell hat sich damals nur wenig etabliert, u.a. weil die Software nicht für diese Betriebsart geeignet war. Die Betreiber installierten oft nur ihre herkömmliche Software zentral, z.B. via Terminal-Server/Citrix®. Nötig gewesen wäre web-fähige, web-customizable, multimandanten-fähige, also gut skalierbare Software für den 1-zu-n Betrieb. Ein weiteres Hemmnis war, dass kaum ein Software-Anbieter bereit war, sein Business-Modell zu ändern: Statt Lizenzen vorab zu verkaufen, hätte Software-Miete eine Lücke im Einnahmestrom bedeutet.

Was ist neu?

Der führende Suchmaschinenbetreiber ist in dieses Thema eingestiegen. Gehostete, meist Internet-nahe Software Services werden angeboten und es wird Werbefinanzierung angestrebt. E-Mail, Kalender, Ablagedienste, aber auch Textverarbeitung und Tabellenkalkulation für private Nutzer machen den Anfang. Der Suchmaschinenbetreiber hat dabei keine Altlasten, keine Umstellungsprobleme im Geschäftsmodell und er hat die Chance dank seiner hohen Bekanntheit vielleicht die kritische Masse zu erreichen. Er wäre nicht das erste Mal, dass ein IT-Trend bei privaten Nutzern startet.    

IT-Anbieter versäumen den erneuten Einstieg

2000 haben die meisten klassischen IT-Anbieter das neue ASP-Betriebsmodell zumindest intensiv begutachtet. Jetzt agieren nur wenige. Viele glauben ASP ist gescheitert und daher werden auch die neuen Ansätze nichts. Das könnte sich als Irrtum herausstellen, denn die neuen Angebote sind besser auf die Betriebsform zugeschnitten und die Voraussetzungen, z.B. DSL-Verbreitung, sind besser als damals.

Was wäre hilfreich?

Notwendig wäre der Aufbau von Plattformen für Software Services im Internet

  • wo Angebote unterschiedlicher Anbieter kombiniert werden können, sowohl technisch (Datenaustausch) wie auch vertrieblich (Cross-Selling),

  • wo die Einbindung von Vertriebspartnern und Dienstleistern in die Wertschöpfungskette organisiert wird, z.B. Partner für das Customizing von Software Services und für die entsprechende Kundenbetreuung oder für die Kombination mit anderen, lokalen Leistungen,

  • wo elektronische Abwicklungsservices betrieben und bereitgestellt werden: Vertrieb der Services, Nutzermanagement, Nutzerabrechnung etc.

Zu Zeiten der New Economy waren dazu bereits Konzepte weit gediehen. Vielleicht ist jetzt die Zeit reif für eine Umsetzung. Fragen Sie uns, wir unterstützen Sie gerne in entsprechenden Projekten.


Kontakt: 
sinn-consulting, Dieter K. Sinn
Knorrstr. 11, 80807 München  
Tel. 089-3590195, Fax 089-3590612
Internet: www.sinn-consulting.de  
E-Mail: info@sinn-consulting.de


 

 

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