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CRM (Customer Relationship Management): IT soll die Einführung neuer Prozesse beschleunigen 

München, 20.10.2006: 

Aktuelle Umfragen1)  zeigen, dass sich die Sicht des Business Managements auf die IT geändert hat. Zu Zeiten der New Economy (bis zum Jahr 2000) gab es oft die Einschätzung: IT verändert die Wirtschaft. Danach hatte das Business Management das Interesse an der IT in vielen Fällen verloren, IT war scheinbar nur noch ein Kostenblock. Wenn man nun die aktuellen Umfragen näher durchsieht, fällt auf, dass der Beitrag der IT zum Geschäftserfolg in erster Linie darin bestehen soll, dass die IT helfen soll, schneller neue Prozesse einzuführen.

Die Idee, dass über ein IT-System Prozesse etabliert werden, ist aber so neu nicht. Seit 10 Jahren werden CRM-Systeme (Customer Relationship Management) als Tool für Prozessveränderungen gesehen und die IT-Abteilungen als die Implementatoren. In den meisten Projekten, an denen wir beteiligt waren, wollte man das Gesamtprojekt CRM möglichst weitgehend an die IT-Bereiche delegieren.

Ein CRM-Projekt braucht eine gute Verankerung in den Fachbereichen, in Vertrieb, Marketing und Service. Das beginnt mit der Festlegung von Zielen: Mehr Kundenbindung und Umsatz je Kunde? Oder neue Kunden gewinnen? Oder geht man eher von verteilten Märkten aus und versucht mit Software die eigenen Prozesse besser und billiger zu machen? Dann kommen die Strukturänderungen im Vertrieb. Ein CRM-System kann auf vielfältige Art Nutzen, also einen Return on Investment (ROI), erzeugen. Beispielsweise kann ein Call Center eingebunden werden, das die Vertriebsleute bei Routineanfragen entlastet. Oder ein erfahrener Account Manager wird zum Sales Program Manager. Er hat dann nicht mehr das Ziel, einen Kunden direkt zu betreuen, vielmehr muss er Vertriebswissen in die Abläufe, "in das CRM-System" und so auf andere Mitarbeiter übertragen. Solche Veränderungen schlagen sich ganz massiv in den Zielsetzungen, den Prämiensystemen, den Arbeitsinhalten und in der Position der betroffenen Mitarbeiter nieder. Dieser Umbau muss in den Fachabteilungen bewältigt werden. Die Federführung in solchen Projekten an die IT-Bereiche zu übergeben, ist daher durchaus problematisch.

Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, dass die IT-Abteilungen die Rolle aufgreifen, die man ihnen offensichtlich zuschreibt. CRM bietet dabei gute Voraussetzungen:

  • Ein Entwurf, wie Best-in-Class Prozesse aussehen könnten, ist oft möglich.
  • Die Potenziale, wo und wie CRM die Abläufe verändern und verbessern kann, sind bekannt, weil es am Markt und in der Praxis dafür inzwischen viel Erfahrung gibt.
  • Auch zu den Zielen, die mit einem CRM-Projekt verfolgt werden, kann eine IT-Abteilung zumindest Thesen aufstellen.

Die IT-Abteilungen können bei CRM-Projekten mit solchen strukturierten Vorlagen auf die Fachbereiche zugehen, und damit in die Erhebung der Ist- und Soll-Prozesse einsteigen. Gerne beraten wir Sie dabei.

 

1) beispielsweise IDC laut Computerwoche vom 25.9.2006 ("IDC: CEOs nehmen IT ernster"), Internet: http://www.computerwoche.de/index.cfm?pid=254&pk=581796


Kontakt: 
sinn-consulting, Dieter K. Sinn 
Knorrstr. 11, 80807 München  
Tel. 089-3590195, Fax 089-3590612
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